THOMAS HUBER

Sehnsucht: Torre

Freitag, 24.11.2017 um 19:30 Uhr, Stadthalle, Jahnstraße 8, Lohr am Main

Es sind »bergeisternde« Geschichten über das Sehnen und Suchen nach
Glück. Sehnsucht ist ein inniges Verlangen, es macht uns neugierig, es
lässt uns suchen und finden.
Sehnsucht Torre ist ein wilder Road Trip meiner Seele: schräge, bluesige
Gitarrenriffs einer Jamsession mit meiner Band »Plastic Surgery Disaster« bringen
mich auf eine Reise an das andere Ende der Welt – nach Patagonien, in das
Land des »Cerro Torre«. Ein wilder Berg, der das Verlangen vieler Bergsteiger in
sich trägt.
Auch meine Sehnsucht findet sich in dieser steilen, von den patagonischen
Winden gezeichneten, vereisten Granitnadel. Ein Berg, der einen Teil meiner
Lebensgeschichte erzählt: Es sind Erfolge, Niederlagen, Verluste. Es ist die
Trauer, scheinbar belanglos Erlebtes und es sind große Momente, es ist mein
Tagebuch als Bergsteiger.

2005 bin ich das erste Mal in diesen Bergen unterwegs und der Cerro Torre
wurde das reale Bild meiner Sehnsucht. Ich wollte den Berg über eine perfekte
neue Linie besteigen. Die Überschreitung aller Gipfel des Torre Massivs wurde
zur großen Herausforderung meines inneren Strebens. Im ersten Jahr kam ich
schon sehr weit. Zusammen mit dem Schweizer Andi Schnarf kletterten wir 30
Stunden Nonstop über den Cerro Standhart zum Torre Egger.
Es folgen Jahre mit weniger ereignisreichen Aktionen an diesen Bergen und
doch waren es immer einzigartige Momente. Momente der Inspirationen für
neue Herausforderungen.